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SPD GV Weilerbach

Zukunftsprogramm

Gemeinschaft macht stark – Generationen verbinden

Verantwortungsvolle und zukunftsweisende Kommunalpolitik sieht die junge Generation im Mittelpunkt ihres politischen Handelns. Bedingt durch den gesellschaftlichen Wandel brauchen Kinder und Jugendliche zunehmend Hilfe zur persönlichen Orientierung und zum selbstbewussten verantwortlichen Tun.

Notwendig bleibt hier der Erhalt der Schulsozialarbeit und die Etablierung von Jugendsozialarbeitern in unseren Gemeinden. Sie bieten nicht nur Betreuung und Hilfe für Schule, Ausbildung und das Zurechtfinden im häuslichen Umfeld, sondern wirken auch als Ideengeber für sinnvoll genutzte Freizeit. Übertragung von Verantwortung stärkt die Eigeninitiative und fördert das Interesse an den Einrichtungen der Kommunen. Dies bedingt aber auch eigene Entscheidungsmöglichkeiten im Sinne einer Jugendvertretung, mit finanziellen Mitteln ausgestattet und mit Entscheidungskompetenzen versehen, um sinnvolle Projektarbeiten in den einzelnen Gemeinden umzusetzen.

Mittlerweile ist der demographische Wandel auch in unseren Ortsgemeinden zunehmend spürbar. Hier gilt es, die Realität zu erkennen und mit entsprechenden Maßnahmen entgegenzuwirken. Durch die abnehmende Mobilität fällt es vielen alten Menschen schwer, sich mit Dingen des täglichen Bedarfs zu versorgen. Die Organisation von Sammeleinkäufen, von Hol- und Bringdiensten und mobile Versorgungsmöglichkeiten erleichtern das Einkaufen in Orten ohne Geschäfte. Hier ist die Einrichtung eines Fahrservices, wie Bürgerbus und Bürgertaxi, eine schon länger bewährte Maßnahme.

Seniorenarbeit beinhaltet auch zunehmend den Erhalt von Sozialkontakten durch einen mobilen Besuchsdienst, die Stärkung und Vernetzung einer verlässlichen Nachbarschaftshilfe  oder eine zeitlich begrenzte Hilfe bei Krankheit oder der täglichen Hausarbeit. Hilfe bei Angelegenheiten der Verwaltung, beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen und anderer kurzzeitig auftretenden Problemen könnte ein Ansprechpartner bei der Verwaltung (Bürgerlotse) bieten.

Mehrgenerationshäuser oder „Jung wohnt bei Alt“ sind neue Wohnformen, die Lösungen sein können, die Generationenkluft zu überbrücken. Hier ist ein Leerstandskataster gefordert, das die Verwertung der zunehmend unbewohnten Häuser in den Orten der Verbandsgemeinde klassifiziert und beschreibt.

Jeder Mensch, mit oder ohne Behinderung, soll vollständig und gleichberechtigt an allen gesellschaftlichen Prozessen teilnehmen. Menschen mit Behinderung entscheiden selbst, woran und wie sie teilhaben möchten. Sie müssen sich nicht eingliedern und sich nicht anpassen. Die Gesellschaft muss hier für Barrierefreiheit in allen Bereichen sorgen, damit gemeinsames Lernen, Arbeiten, Wohnen und Leben selbstverständlich wird. Eine Arbeitsgemeinschaft aus allen Gesellschaftsschichten und Entscheidungsträgern soll als kompetente Interessenvertretung in der Öffentlichkeit auftreten und Maßnahmen umsetzen, um mehr Barrierefreiheit zu erreichen und die Lebensqualität von Behinderten zu steigern.

In der Verbandsgemeinde Weilerbach gibt es bereits viele positive Beispiele gelungener Integration. Es fehlt aber noch an einer übergeordneten Strategie zur Unterstützung der Ortsgemeinden und der betroffenen Menschen in diesem Bereich.

Die Einwanderung und Integration von Menschen mit Migrationshintergrund trägt dazu bei, den demographischen Wandel, der eine sinkende Bevölkerungszahl bei gleichzeitiger Überalterung der Gesellschaft mit sich bringen wird, abzufedern.

Für die Zukunft unserer Verbandsgemeinde ist es deshalb wichtig, die enormen Potentiale der zugewanderten Bevölkerungsgruppen (Sprachkenntnisse, berufliche Qualifikation, interkulturelle Kenntnisse) für die wirtschaftliche Entwicklung, für ehrenamtliche Tätigkeiten in den Vereinen und zur kulturellen Bereicherung zu nutzen.

Im Zeitalter des globalen Wettbewerbs um Investoren, Einwohner und Touristen muss sich die Verbandsgemeinde als weltoffener und internationaler Standort präsentieren.

Andererseits ist es genauso wichtig, der Benachteiligung und Ausgrenzung zugewanderter Bevölkerungsgruppen entgegen zu treten und deren Eingliederung in unsere Gemeinden zu fördern, damit Konflikten vorgebeugt wird.

Deshalb soll in der Verbandsgemeinde und in den Ortsgemeinden eine Willkommenskultur entwickelt und gepflegt werden.

Zur Koordinierung dieser Aufgaben und zur Unterstützung der Integrationsbemühungen der Ortsgemeinden, der Vereine und der interessierten Mitbürger wird die Schaffung eines ehrenamtlichen Integrationsbeauftragten der Verbandsgemeinde gefordert. Dieser soll alle für die Zuwanderer wichtigen Informationen (über Vereine, Gaststätten, Gesundheitsangebote, Feste, Schulen, Kitas, usw.) ständig aktuell durch ein Faltblatt und eine Internetpräsentation vermitteln und weitere Integrationsmaßnahmen initiieren.


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